Anna Schuster, eine Schülerin des Katharinen-Gymnasium Ingolstadt, hat einen Beitrag über unser Unternehmen Cloud Item erstellt.
Gerne veröffentlichen wir diesen auch hier auf unserem Blog:

,,Wir digitalisieren die Offline- Welt‘‘ 

3 Brüder treten mit diesem Versprechen an und haben dafür ihr Startup ,,Cloud Item GmbH‘‘ gegründet. Um nicht mehr 30 % der Arbeitszeit mit Suchen zu verbringen, entwickeln sie Digitalisierungstools, die Unternehmen in die Lage versetzen, mit all ihren Produkten Teil des digitalen Kreislaufes zu werden. Es geht also um die Entwicklung, den Verkauf und den Betrieb von Soft- und Hardware, Prozesslösungen und neuen Technologien.   

Dass sie damit den Nerv der Zeit treffen, beweisen die vielen Auszeichnungen, die sie bereits gewonnen haben. Unter anderem haben sie den Gründerpreis der Stadt Ingolstadt erhalten und die Siemens IIoT Challenge sowie, den ,,sprint4local‘‘für sich entscheiden konnten. 

Im Jahre 2019 gründete Andreas Neumair mit seinen zwei Brüdern Matthias und Simon in Scheyern, bei Pfaffenhofen sein Unternehmen. Da Cloud (=Speicherplatz)-Dienste für bestimmte Items (=Gegenstände) angeboten werden, lag der Firmenname schnell auf der Hand. Zur Eintragung ins Handelsregister wurde noch die Abkürzung ,,Cl‘‘ vorangestellt. Obwohl viele Startups in den ersten Jahren mit höheren Verlusten zu rechnen haben, konnte diese junge Firma bereits im Gründerjahr einige Tausend Euro Jahresgewinn verbuchen. Die Prognose von Andreas Neumair für das Jahr 2020 lautet: ,, Der Jahresabschluss ist zwar noch nicht fertig, aber der Verlust ist auf Grund der Corona- Lage sicher 6- stellig“. Das Stammkapital von 30.000 Euro (im Oktober 2019) erhöhte sich zum Januar 2021 auf 34.402 Euro. Mittlerweilen besteht das Team aus 5 weiteren Mitarbeiten, welche ortsunabhängig und flexibel arbeiten können. Ob im Homeoffice oder im Büro, spielt keine Rolle. ,,Wir haben sogar Mitarbeiter, die vom Strand in Spanien arbeiten.‘‘, erzählt Herr Neumair. Diese sind zum Beispiel als Programmierer, Designer oder im Marketing/ Vertrieb tätig.  

 Wie kann man sich aber nun die Abläufe in einem solchen Unternehmen vorstellen? Es wird eine Cloud- Plattform erstellt und ein Programmierer bietet ausschließlich ,,digitale‘‘ Produkte an. Es besteht das Angebot eines Baukastens, welcher physische Erzeugnisse, Maschinen oder Werkzeuge in einen digitalen Prozess erfasst und integriert. Dazu wird ein digitaler Informations-Zwilling, auf dem alle mögliche Daten (Aussehen, Hersteller, Rechnung, usw.) gespeichert werden, erstellt. So ist es möglich, Dinge und Gegenstände ,,intelligent‘‘ zu machen. Das ,,Digitale Typenschild‘‘ beschreibt ein solches Produkt. ,,Dazu kommt ein Code auf das Produkt, um es eindeutig zu markieren‘‘, so Herr Neumair. Das Besondere ist, dass es möglich ist, den besagten Code jederzeit, zum Beispiel mit dem Handy aufzurufen und jede Art von Apps und Informationen anzuhängen. Dies ist nicht nur für Firmen geeignet, sondern auch für den privaten Gebrauch.  

Das Angebot von ,,Cloud Item‘‘ richtet sich vor allem an kleinere und mittelständische Unternehmen, wozu der klassische Handwerker, genauso zählt, wie das Logistikunternehmen, das Systemhaus oder der Produktionsbetrieb. Es handelt sich also um sogenannte B2B- Partner, welche in erster Linie darauf spezialisiert sind, Produkte und Dienstleistungen an andere Unternehmen anstelle von Verbrauchern zu verkaufen. Hier ist es deutlich von Vorteil, dass ihre digitalen Produkte schnell einsetzbar und kosteneffizient sind. Es wird weder ein fremder IT-Partner noch ein neues Betriebssystem benötigt. 

Auf ihrer Homepage werden einige Projekte aufgeführt. So hatten sie auch die Möglichkeit für den Landkreis Pfaffenhofen die Verwaltung der Containerstellplätze im Abfallwirtschaftsbetrieb (ABP) zu digitalisieren. Für die Stadt München wurde mit dem Unternehmen ,,pack-it-eco‘‘ das Projekt ,,Smart Waste‘‘ entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine interaktionsfähige Meldelösung für die Leerung der Papierkörbe. Dazu wurde für jeden überwachten Mülleimer ein digitaler Zwilling angelegt, welcher die aktuelle Füllmenge anzeigt. Zusätzlich können Passanten den, auf dem Mülleimer angebrachten QR- Code scannen und melden zum Beispiel die Beschaffenheit des Abfalls. Somit kann die aktuelle Müllsituation optimal beobachtet werden und die Entsorgung, effizient geplant und durchgeführt werden. Am Ende spart dies Kosten und Ressourcen und ist nachhaltig. 

Die Stärken von ,,Cloud Item‘‘ beschreibt der Firmengründer wie folgt: ,,Wir unterscheiden uns von anderen sicher auch dadurch, dass das Gründerteam aus 3 Brüdern besteht. Das wirkt sich sehr positiv auf die Zusammenarbeit, das Vertrauen und die Geschwindigkeit aus, mit der wir arbeiten können. Auch unsere Mitarbeiter, Investoren und Unterstützer schätzen diesen ,,Teamspirit‘‘ und die Offenheit in unserer Firma.‘‘   

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sind wir längst in einer digitalisierten Welt angekommen. Dies betrifft nicht nur klassische IT- Unternehmen, sondern geht quer durch sämtliche Branchen und Sektoren. Den Digitalen Wandel zu gestalten, dass hat sich die Firma ,,Cloud Item‘‘ zur Aufgabe gemacht. ,,Der Fokus liegt auf einer Cloud-Plattform, die mit europäischen Werten, wie Wahlfreiheit und Datenschutz einen Gegenpol zu den aktuellen Technologieführern China und USA bildet.‘‘ , so Andreas Neumair. Um weltweit an der Spitze zu stehen ist es noch ein weiter Weg, aber durch ihre innovativen Produkte, für die auch schon ein Patent angemeldet wurde und ihrem Motto:,, Wir machen die Welt einfacher und besser‘‘, kommen sie ihrem Ziel immer näher.