Ein Hackathon ist ein Programmier-Wettbewerb. Der Name ist eine Wortschöpfung und beinhaltet die Worte „Hack“ und „Marathon“. Anhand dieser beiden Begriffe lässt sich gut verstehen, was einem Hackathon ausmacht: Über einen fest definierten Zeitraum erarbeiten Teams eine softwarebasierte Lösung für vorgegebene oder allgemeine Probleme.
Normalerweise findet dieser Wettbewerb in direkter Zusammenarbeit statt. Die Teams erarbeiten ihre Lösungen in persönlicher Zusammenarbeit in speziell vorbereiteten Räumlichkeiten, denn es wird während der Zeitdauer des Hackathons Tag und Nacht an der Lösung gearbeitet.

In diesem Frühjahr war das etwas anders. Jeder kennt die Einschränkungen und Auswirkungen von Corona. Das hatte auch Einfluss auf die initiierten Wettbewerbe. In der Woche vor Ostern fand der Hackathon „sprint4local“ als Corona-Challenge statt. Das Thema war „Eine Woche für Ingolstadt“ und es ging darum, den Auswirkungen des Corona-Virus für kleine und mittelständige Unternehmen entgegenzuwirken und ihnen zu helfen, die Krise zu überstehen.
Das Cloud Item Team hat sich dieser Challenge gestellt. Unsere Idee: Damit Bürger und Unternehmen in der Corona-Zeit zusammenkommen, müssen Firmen ihre Produkte Online darstellen. Das kann schwierig sein. Es geht aber auch ganz einfach. Unsere entwickelte Lösung auf „helping.bayern“ hilft Unternehmen Ihre Produkte schnell online zu bekommen. Unserem Cloud Item – Team schlossen sich noch weitere Entwickler an. Final können wir sagen: Unser Team war super! Die entwickelten Prototypen wurden durch die Jury und alle am Wettbewerb interessierten Personen sehr gut aufgenommen. Da verwundert es nicht, dass wir sehr stolz darüber sind, dass unsere Initiative einen Hauptpreis über 20.000 € gewonnen hat.

Ende April hat unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission und unter der Leitung des Europäischen Innovationsrates sowie in Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten ein europaweiter Hackathon stattgefunden. Dieser trägt den Namen: „EUvsVirus“. Wie es der Name schon vermuten lässt, ging es um europaweite Lösungen, welche den Auswirkungen des Virus entgegenwirken.
Über 20.900 Menschen aus der gesamten EU und darüber hinaus nahmen teil. 2.150 Lösungen wurden in den Bereichen „health and life“, „business continuity“, „remote working and education“, „social and political cohesion“, „digital finance“ und „other challenges“ eingereicht.
Unser Team hat die Idee von IOOT (Internet of Offline Things) in Verbindung mit der „European Digitalization Foundation“ im Rahmen des Wettbewerbs vorgestellt. Die Idee dahinter: Wir digitalisieren alle Gegenstände und Produkte. Jedes Item bekommt eine eindeutige Kennung und einen digitalen Zwilling, der alle relevanten Informationen auf einer Webseite bündelt. Also wie bei einem Wiki. Dann findet man alle Daten sofort, anstatt sie mühsam suchen zu müssen. Doch dazu fehlt bisher die Technik und ein Standard. Die Lösung dazu haben wir als Konzept vorgestellt.
Wir haben es beim EUvsVirus Hackathon bis in die Endauswahl von über 2.000 Einreichungen(!) geschafft. Leider hat es nicht ganz für eine Prämierung gereicht. Wir haben aber großartiges Feedback und viele spannende Ansatzpunkte für die weitere Arbeit an dem Thema bekommen.

Wie passen diese Wettbewerbe in das Tagesgeschäft der Cloud Item?
Hier schließt sich der Kreis. Unsere Philosophie ist es, Digitalisierungstools zu entwickeln, die Unternehmen in die Lage versetzen, alle Produkte, Assets und sonstige Gegenstände Teil des digitalen Kreislaufes zu werden. Diesem Ziel dient das Portfolio der Cloud Item genauso wie die Portallösung bei „helping.bayern“ und die Gründung der „European Digitalization Foundation“ als Gremium für die Standardisierung der Digitalisierung von Dingen und Gegenständen.